Von Hamburg & Bremen in die Welt

Hamburg-Amerikanische-Paketfahrt-Aktiengesellschaft (H.A.P.A.G.)

Die Hamburg Amerika Linie war die erste deutsche Transatlantik Dampfschifflinie, welche 1847 gegründet wurde. Die Geschäftsführer waren Schiffvermittler August Bolten und der Reeder Ferdinand Laiesz und Bänker Adolph Halle. Mit Unterstützung von anderen führenden Vertretern der Hamburger Wirtschaft gründeten sie die Hamburg Amerikanische Packetfahrt Aktiengesellschaft (HAPAG). Generaldirektor wurde 1899 Albert Ballin, der heute noch als einer der berühmtesten Seepioniere der Zeit gilt.

Die Firma besaß einige der berühmtesten und schönsten Schiffe der Jahre 1900 bis 1914. Anfang des Jahrhunderts ließ sie die Deutschland bauen und besaß das größte Schiff der Zeit. Sie holte auch das blaue Band von ihrem deutschen Rivalen Kaiser Wilhelm der Grosse und hatte für die folgenden sechs Jahre inne. Nachdem die White Star drei Riesenschiffe in Auftrag gegeben hatte, beschloss Ballin zu handeln. Man wollte das größte Schiff in der Welt haben und dieses war eine Angelegenheit des nationalen Prestiges.

1910 waren die Hauptkonkurrenten die Cunard Linie, welche die zwei schnellsten Schiffe der Welt besaß und der Norddeutsche Lloyd, welcher mit Hilfe der 4-Funnel-Liner den zuverlässigsten und regelmäßigsten Transatlantik Service anbieten konnte. Im August 1914 war die HAPAG eine wichtigsten Reedereien der Welt und das nicht nur wegen der „Großen Drei“ – Bismarck, Vaterland, Imperator. Vor dem 1.Weltkrieg leitete Ballin eine Firma mit Ballin 194 Ozeandampfer von zusammen 1.307.411 Tonnen, weit mehr als jede mögliche andere Firma. Die nationale Konkurrenz, der Norddeutsche Lloyd war offenbar auf den zweiten Platz verdrängt worden.

Ende des Krieges als Ballin sein zerbrochenes Lebenswerk sah, den Verlust der „Grossen Drei“ und großer Teile der Flotte, nahm er eine Überdosis Schlaftabletten am 9.November 1918 und starb einen Tag später in einem Hamburg Krankenhaus. Als die Hamburg-Amerika Linie seine Flotte nach dem Krieg umbaute, ehrten sie diesen Seepionier, indem sie das erste Schiff der neuen Kategorie nach ihm benannten.

1926 besaß die HAPAG wieder 118 Seeschiffe mit insgesamt 670 000 BRT, was gerade mal die Hälfte etwa des Vorkriegsstandes war. Aber die Goldenen Zwanziger bescheren der HAPAG hohe Gewinne durch die ungebrochene Auswandererflut. Aber die Weltwirtschaftskrise dämpfte die Stimmung und viele unrentable Schiffe wurden ausgemustert.

1933 mit der Machtergreifung Hitlers fallen die Mehrheitsanteile aller deutschen Reedereien an den Staat.

Für die deutschen Reedereien bedeutete der 2.Weltkrieg einen Totalverlust der Flotte. Im Nach-kriegsdeutschland war es nicht einfach zwei große Passagierreedereien zu fördern und so konzentrierte sich die HAPAG auf den Frachtverkehr während 1954 der NDL den Passagierverkehr wieder aufnahm. Aber ganz vernachlässigte sie die Passagierschifffahrt nicht und 1958 fuhr die Hanseatic unter der Flagge der Hamburg-Amerika-Linie erstmals auf der Strecke Cuxhaven – New York

1968 gründen die HAPAG und der NDL die HAPAG-Lloyd Container Linie. Beide bringen je zwei Schiffe für den Nordatlantik ein, welches zugleich die ersten europäischen Vollcontainerschiffe auf dem Weltmarkt waren.

Am 1. September 1970 entstand durch die Fusion der beiden Reedereien, Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft, Hamburg und Norddeutscher Lloyd (NDL), Bremen, die Hapag-Lloyd AG. Damit schloss nach 113 Jahren ein Kapitel traditioneller Rivalität. Auch wurde noch im selben Jahr die so berühmte Route über den Nordatlantik eingestellt.

Am 1.Januar 1974 beschließen die Hapag-Lloyd AG und die Rickmers Linie einen langjährigen Kooperationsvertrag. Mit der damit verbundenen Mehrheitsbeteiligung von mehr als 70% wird es der Hapag-Lloyd möglich, wieder in den China Verkehr einzusteigen. Und 1988 erwarb die Reederei die restlichen Anteile der Rickmers Linie. Aber ein Jahr zuvor änderte sich das Erscheinungsbild und die Schiffe bekamen einen einheitlichen Anstrich und orange farbige Schornsteine.

1997 feierte Hapag-Lloyd sein 150 jähriges Bestehen und zu diesem Anlass, wurde das Hamburger Hauptverwaltungsgebäude in „Ballin-Haus“ umbenannt.

Heute konzentriert sich die Hapag-Lloyd auf Kreuzfahrten und den Container- bzw. Frachtverkehr.

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